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Zünd-Stoff
Inspirationen für eine neue Lern- und Beziehungskultur in Kita und Schule
Aachener Bildungstag 2010
In der Begleitung von Lehrern und Schulen stellen wir folgenden Trend fest: Viele Kollegen klagen über die Belastung in ihrem Arbeitsalltag. Zwei der wichtigsten Gründe hierfür sind der Umgang mit schwierigen Schülern und der Druck, bei unzureichenden Ressourcen immer mehr Neuerungen umzusetzen. Scheinbar im Widerspruch dazu wächst der Wunsch, ganz neue Wege einzuschlagen, neue Lern-, Arbeits- und Organisationsformen zu entwickeln.
Ziele:
Die Erfahrung „gelingender Schulen“ zeigt, dass diese „neuen Wege“, die auf Selbstverantwortung, individuelle Lernformen, Selbstwirksamkeitserfahrungen und ein pro-soziales Miteinander setzen, durchaus die Arbeitszufriedenheit erhöhen und negative Belastung reduzieren. Die Herausforderung für die Lehrer ist dabei, die nötigen Freiräume und Voraussetzungen zu schaffen und gleichzeitig das „Standing“ zu haben, Verantwortung für ein wertegestütztes, auf Wertschätzung basierendes, pro-soziales Miteinander zu übernehmen.
Ideen und Erfahrungen sind vorhanden. Gefragt sind nun Mut und Motivation in den z.T. ausgelaugten Kollegien, Neues zu wagen. „Zünd-Stoff“ und Anregungen hierfür bietet der Aachener Bildungstag 2010.
Inhalte:
Am Freitag werden Prof. Gerald Hüther und Maria Aarts („Marte Meo“) uns mit ihren Thesen inspirieren: Was brauchen Kinder und Jugendliche, damit sie ihre Potenziale entfalten können, damit sie gut lernen und Verantwortung für ihr Leben und unsere Gesellschaft übernehmen können?
Von Prof. Barbara v. Meibom moderiert werden anschließend Praxis-Experten wie der Schulreformer Otto Herz, die Schulleiterin Margret Rasfeld (mit Schülern ihrer Schule) und die Koordinatorin des Netzwerks Mo-Ki (Monheim für Kinder) Inge Nowak Ideen und gelebte Visionen vorstellen und mit Ihnen diskutieren.
Am Samstag geht es dann um die Umsetzung der Ideen. Was sind die wesentlichen Elemente einer „neuen Kultur“, was brauchen wir, um sie im Alltag realisieren zu können, wie gewinnen wir Verbündete für unsere Ideen, welche Ressourcen sind nötig? Hilfreich zur Seite stehen dabei weitere Praxis-Experten, die den „neuen Geist“ bereits ein gutes Stück leben.
Die „neue Lern- und Beziehungskultur“ findet bereits in der Arbeitsform eines „Open-Space“ ihren Ausdruck: Alle gemeinsam – Erzieherinnen, Lehrer, Sozialpädagogen, Schüler, Eltern, Träger und Experten – bringen ihre Ideen, Erfahrungen, Fragen ein. Hierzu besteht sowohl im Plenum wie in zwei Workshop-Runden Gelegenheit. Die Umsetzungsfragen werden dann noch einmal in einem Expertenhearing besprochen. Am Schluss sollen konkrete Ergebnisse stehen, die sicherstellen, dass alle Interessierten nachhaltig an den Entwicklungsfragen dran bleiben.
Durch die Veranstaltung führen Gabi Roentgen (Bildungsbüro der StädteRegion Aachen) und Alfons Döhler (Bildungswerk Aachen).
Der Bildungstag ist eine Veranstaltung des Bildungsbüros der StädteRegion Aachen in Kooperation mit dem Bildungswerk Aachen.
Anmeldungen bitte unter: www.staedteregion-aachen.de/bildungstag
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