Klassenrat
Konflikte lösen, Gemeinschaft erleben, Selbstwirksamkeit erfahren
Der Klassenrat schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe: er ist der Ort, an dem Konflikte in der Klassengemeinschaft gelöst werden können, hier lernen Schüler in Eigenregie, sich über Fragen des Schullebens zu einigen und ihren Schulalltag verantwortlich mitzugestalten. Und so ganz nebenher eignen sie sich Kernkompetenzen wie konstruktives Kommunizieren, Leiten von Diskussionen, Präsentieren und Protokollieren von Ergebnissen an.
Der Effekt: Das Klima in der Klasse wird besser und Schüler erleben „Selbstwirksamkeit“, einen der zentralen Resilienzfaktoren. Das gelingt allerdings nur, wenn der Klassenrat nicht als „irgendein Klassengespräch“, sondern als anspruchsvolle Einrichtung verstanden wird, bei dem strukturelle Elemente wie Regelmäßigkeit, feste Terminierung, ritualisierter Ablauf, Spielregeln und der partizipative Ansatz ernst genommen und eingehalten werden.
Ziele:
Im ersten Teil lernen Sie die Grundideen und die wesentlichen Elemente des Klassenrats kennen. An unterschiedlichen Beispielen werden die thematischen Schwerpunkte Lob, Kritik und Wünsche vorgestellt. Sie diskutieren die praktischen Probleme (und deren Lösung) sowie die Grenzen des Klassenrats. Im zweiten Teil beschäftigen Sie sich mit der Vorbereitung der Schüler/innen auf die anspruchsvollen Aufgaben und den konkreten Schritten der Einführung ins Schulleben.
Inhalte:
- Grundverständnis und gute Argumente für den Klassenrat
- Rahmenbedingungen: Zeit und Raum
- Elemente: Wandzeitung, Rollen, Ablauf
- Regeln für die Gesprächskultur, Absprachen
- Vorbereitung (Kommunikationsübungen), Einführung, Begleitung
Auf Anfrage organisieren wir entsprechende Seminare für Schüler(vertreter) in Kooperation mit dem SV-Bildungswerk in Berlin. „Das ist doch nichts anderes als unsere frühere Orientierungsstunde“, „Das können die doch gar nicht, das gibt nur Chaos“ oder: „Die Zeit dafür haben wir nicht“… sind häufig vorgebrachte Bedenken gegen das Modell. Der Klassenrat ist aber mehr als die Orientierungsstunde, weil er in der Regie der Schüler/innen liegt, die das nach einer guten Anleitung und unter regelmäßiger Begleitung sehr wohl – sogar in der Grundschule - in Eigenregie können, und die investierte Zeit gewinnt die Klasse durch das verbesserte Klima und die gelösten Konflikte mehr als zurück.
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