Bildungswerk Aachen

Die Initiative Schule im Aufbruch

Die Initiative Schule im Aufbruch wurde im August 2012 von Margret Rasfeld, der Schulleiterin der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum (esbz), dem Göttinger Neurobiologen Prof. Gerald Hüther und dem Sozialunternehmer Prof. Stephan Breidenbach gegründet.

Schule im Aufbruch unterstützt Schulen dabei, sich zu Lernorten der Potenzialentfaltung zu transformieren. Die Initiative versteht sich dabei als eine „Gemeinschaft von Schulen“, die sich gegenseitig inspirieren und unterstützen wie auch als „Gesellschaftliche Bewegung“ für die Umsetzung eines neuen Bildungsverständnisses.

Neben zentralen Angeboten wie Online-Kursen, der Bereitstellung vielfältiger Materialen (Reiseführer für Transformationsprozesse, Kompass zur Lernkultur der Potentialentfaltung u. v. m.), inspirierenden Vorträgen und Workshops, telefonischer Beratung sowie der Begleitung von mittlerweile über 30 Regionalgruppen, bietet die Initiative Schule im Aufbruch einzelnen Schulen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, konkrete Unterstützung an.

Hier erfahren Sie mehr zur Initiative Schule im Aufbruch.

Schule im Aufbruch - Büro Rheinland

Damit die Idee einer Kultur der Potenzialentfaltung möglichst viele Schulen erreicht und dieser Impuls perspektivisch die Schullandschaft in Deutschland nachhaltig verändern kann, brauchen v. a. die Schulen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, konkrete Unterstützung. Zu diesem Zweck bringt Schule im Aufbruch in den nächsten drei Jahren (2016 - 2018) in Kooperation mit Trägern vor Ort drei regionale Büros in Deutschland auf den Weg.

Das Büro Rheinland im Bildungswerk Aachen ist das erste dieser Büros. Ansprechpartner für Schulen im Aufbruch im Büro Rheinland ist Ali Döhler.
Bei uns erhalten Sie als interessierte Schulen konkrete Unterstützung durch:

  • Fortbildungen zu den Themen der Umsetzung von Potenzialentfaltung
  • das Angebot, an organisierten Hospitationen teilzunehmen
  • externe Begleitung bei Schulentwicklungsprozessen
  • den Aufbau von Netzwerken, in denen sich „gleichgesinnte“ Schulen gegenseitig über ihre Erfahrungen austauschen, gemeinsam Materialien erstellen und ihre Interessen nach außen vertreten
  • Beratung im Aufbauprozess

Hier stellen wir Know-how, Logistik und praktische Unterstützung zu Verfügung. Darüber hinaus helfen wir, die inspirierenden Ideen „in die Welt“ zu bringen, indem wir z. B. größere Veranstaltungen wie Vorträge, Fachtage oder Kongresse durchführen sowie gemeinsame Fundraising-Aktivitäten in ihren Regionen betreiben.

Fortbildungen


Lernen im Projekt

Am 07.11.2017 startet zum dritten Mal unsere insgesamt sechstägige Fortbildung (3 x 2 Tage) für Lehrer/innen von Schulen, die den Projektunterricht als festen, strukturell verankerten Bestandteil verstehen und sich das nötige inhaltliche, methodische und organisatorische Know-how zur Durchführung von Projektunterricht aneignen möchten.
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Schule neu denken – Transformationsprozesse initiieren und gestalten

Margret Rasfeld, Schulleiterin der esbz und bundesweit bekannte Bildungsinnovatorin bietet gemeinsam mit Ali Döhler vom Büro Rheinland vom 04.04. bis 06.04.2018 ein Intensivseminar an zu den Grundideen von Schule im Aufbruch (Wie sieht die Schule des 21. Jahrhunderts aus?), zur Bedeutung der Global Goals für nachhaltige Bildung, zu den wichtigsten Elementen einer innovativen Schule (Lernformen, Projekte, Strukturen und Organisationsformen) und zur Frage der konkreten Umsetzung dieser Ideen in bestehende oder neu aufbauende Schulen.
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Arbeiten im Lernbüro

Jana Lauscher, Lehrerin an der 4. Aachener Gesamtschule, bietet eine Einführung in die Arbeit im Lernbüro, zu den Bausteinen, zur Logbucharbeit und dem damit verbundenen Beratungskonzept sowie zu den Spielregeln im Lernbüro an. Diese Einführung richtet sich an Menschen ohne Vorkenntnisse/-erfahrung.
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Daneben findet eine Vertiefung der Thematik "Arbeit im Lernbüro" für Menschen, die Lernbüros planen oder schon eingeführt haben, statt.
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Vernetzung

Insgesamt 18 weiterführende Schulen in NRW haben sich auf Initiative des Bildungswerks Aachen in zwei Netzwerken „Schulen im Aufbruch“ mit jeweils 9 Schulen zusammengeschlossen. Das Bildungswerk Aachen veranstaltet für beide Netzwerke jeweils einmal im Halbjahr eine anderthalbtägige Fachtagung, bei dem sich die Schulleitungen und einzelne Kolleginnen und Kollegen zum Erfahrungsaustausch, zur gegenseitigen Unterstützung, zur Konzeptentwicklung und zum Austausch von Materialien u. ä. treffen. Beide Netze arbeiten eng zusammen, geplant sich auch gemeinsame Veranstaltungen und die Vertretung gemeinsamer schulpolitischer Interessen nach außen.
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Schulentwicklungsbegleitung

Für Schulen im Aufbruch, also Schulen, die sich auf einen tiefgreifenden Transformationsprozess einlassen, hat sich eine externe Prozessbegleitung als sehr hilfreich erwiesen.

Dies gilt gleichermaßen für die Schulen, die „im Aufbau“ begriffen, also noch nicht voll ausgebaut sind, wie auch für Schulen, die bereits seit langem bestehen: Alle stehen vor großen Herausforderungen was die Organisationsentwicklung angeht. Wenn sowohl Strukturen wie inhaltliche Konzepte (bis hin zu konkreten Materialien) neu entwickelt, erprobt und evaluiert werden müssen und gleichzeitig intensiv an der Haltungsänderung im Kollegium gearbeitet werden soll, bedeutet das eine Vielzahl von „Baustellen“, die leicht zur Überforderung führen können.

Hier können externe Schulentwicklungsbegleiter durch regelmäßige Beratungen, Coachings, Moderationen oder Fortbildungen wesentlich zum Erfolg beitragen und Schulleitungen, Steuergruppen oder auch ganze Kollegien konkret und effektiv entlasten.

Prof. Gerald Hüther zu Gast im Bildungswerk Aachen

Erste Station seines zweitägigen Besuchsmarathons am 29.2. und 01.03.2016 war ein Treffen des regionalen Netzwerks „Schule im Aufbruch“, einem vom Bildungswerk Aachen initiierten Zusammenschluss von 9 Schulen im Rheinland, die alle versuchen, durch neue Konzepte und andere Strukturen die Potenzialentfaltung bei Kindern und Jugendliche in den Vordergrund ihrer Arbeit zu stellen. Mit dabei aus der Region: Die 4. Aachener Gesamtschule, die Sekundarschule Jülich, die Gesamtschule Heinsberg-Oberbruch und das Gymnasium Würselen. Knapp 40 Schulleitungen und Lehrer hatten an diesem Nachmittag ausgiebig Gelegenheit, Prof. Hüthers Thesen und deren Umsetzung in den Schulalltag zu diskutieren.

Ebendiese Thesen stellte Prof. Hüther am Abend einem breiteren Publikum von über 400 interessierten Zuhörern in der Aula der 4. Aachener Gesamtschule vor, einer Schule, in der das Kollegium bereits radikal neue Wege geht und für die die Potenzialentfaltung der Kinder zum Selbstverständnis hinter neuen Konzepten und Strukturen gehört.

Dritte Station war dann am nächsten Tag ein Fachtag für Erzieherinnen in Kitas. Über 100 Teilnehmende lauschten der zweistündigen inspirierenden Begründung des Hirnforschers, warum Bildung nur gelingen kann, wenn wir die Kinder als „Subjekte ihres Selbstbildungsprozesses“ verstehen. Intensive Diskussionen über die Umsetzung mit Blick auf Kinder, Kolleginnen, Eltern und Träger schlossen sich im Rahmen eines „World Cafés“ an. Am Ende waren sich die allermeisten einig: Da müssen wir dran bleiben, da sollten wir uns als Einrichtungen vernetzen, damit wir uns gegenseitig unterstützen, diese wichtigen Ideen in unseren Alltag zu bringen.
Ein durchweg positives Fazit zogen Gerlinde Steigerwald und Ali Döhler, die beiden Initiatoren vom Bildungswerk Aachen: „Wir haben insgesamt 550 Multiplikatoren erreicht und sind uns sicher, dass die Forderungen von Prof. Hüther sich nachhaltig in der Praxis auswirken werden. Wir selber werden diesen Prozess weiterhin mit unseren Fortbildungen und Vernetzungsangeboten unterstützen.“