Bildungswerk Aachen
Schule im Aufbruch

Anti-Gewalt-Trainer/in

Nächster Kursbeginn am/ab:

22.02.2019|ANMELDEN »

Kursnummer: S19-0222

Einjährige berufsbegleitende Ausbildung

Was tun mit Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden, die durch Prügelei, Unterdrückung, Erpressung etc. als gewaltbereite Wiederholungstäter auffallen und mit unterstützenden Methoden nicht mehr erreicht werden können? Wir bieten den Teilnehmer/innen die Möglichkeit, mit dieser Ausbildung praxisorientierte und erfolgreich umgesetzte Konzepte gegen Gewalt anwenden zu lernen. Das Methodenspektrum des Anti-Gewalt- Trainings (AGT) beinhaltet sowohl konfrontativ-provokative Methoden aus dem Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Training wie auch Elemente aus der Theaterpädagogik, dem Psychodrama und dem Verhaltenstraining.


Ziele:
Der Leitgedanke von Prof. Jens Weidner, dem Begründer des Anti-Aggressivitäts-Trainings, lautet: „Jeder ungenutzte Tag — jeder Tag, an dem nicht an der Persönlichkeitsveränderung des Täters gearbeitet wird — ist im Prinzip ein Schlag ins Gesicht der Opfer“. Unsere Ausbildung befähigt Sie, das professionelle Handlungskonzept des AGT in Ihrer Institution in diesem Sinne umzusetzen, um dort maximalen Opferschutz zu erreichen.


Inhalte:
Die Ausbildung ist für die Teilnehmer so angelegt, dass sie die Wirkungsweise der verschiedenen Methoden und die der Gruppendynamik an sich selbst erleben können. Nach einem teilnehmerzentrierten Einstieg (mit der Reflexion der eigenen Gewaltgeschichte und mit Trainings zur Körpersprache und zur Durchsetzungskompetenz) stehen die Konzepte der:

  • Konfrontativen Pädagogik (Theorie und Praxis des „Heißen Stuhls“)

und des

  • Kompetenztrainings (Attraktivitätstraining, Provokationstest, Training alternativer Verhaltensweisen)

im Vordergrund. Fragen des Praxistransfers und die Begleitung bei der eigenen Konzepterstellung sind fester Bestandteil des AGT.

Die vier Teilbereiche des Ausbildungskonzepts:

1. Teilnehmerzentrierter Einstieg

  • Eigene Gewaltgeschichte, persönliche Affinität zum Thema
  • Training der Körpersprache
  • Durchsetzungskompetenz (Standing) in Gewaltsituationen

2. Konfrontationsphase

  • Einführung in die Konfrontative Pädagogik
  • Der „Heiße Stuhl“ in Theorie und Praxis, Grundlagen, curriculare Faktoren, Ziele, Strategien, Wiedergutmachung, Auswertung
  • Praktisches Üben des „Heißen Stuhls“ mit Videobegleitung

3. Kompetenztraining — „Bleib' COOL, ohne Gewalt“

  • Attraktivitätstraining, Ich-Stärkung, Förderung der Selbstakzeptanz
  • Provokationstests, Training gegen „Anmache“
  • „Life Act Training“ (Erlernen alternativer Verhaltensweisen zu Gewalt)

4. Praxistransfer und Begleitung bei der eigenen Konzepterstellung

Umfang der Ausbildung:
Gesamt ca. 180 Unterrichtseinheiten (UE), gegliedert in:
8 Blöcke à 1,5 Tage (100 UE), Gruppenarbeit (30 UE), Literaturstudium,
vor- u. nachbereitende Hausarbeiten, Konzeptarbeit (50 UE).

Zielgruppe:
Pädagogische Fachkräfte aus Jugendhilfeeinrichtungen, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen,
Kinder- und Jugendpsychiatrie, Bewährungs- und Jugendgerichtshilfe.

Abschluss:
Das Zertifikat berechtigt, Anti-Gewalt-Trainings durchzuführen.


In Kooperation mit: Pädagogisches Trainingszentrum PTZ, www.ptz-schoelzel.de

Referenten:

Kursdetails

Am/Ab

Fr, 22.02.2019

(insg. 16 Kurstage)

Kursnummer

S19-0222

Ort

Bildungswerk Aachen

Kursgebühr

1.680,00 €

Kurstermine

Fr 22.02.2019 14:00–18:00 Uhr
Sa 23.02.2019 09:00–17:00 Uhr
Fr 05.04.2019 14:00–18:00 Uhr
Sa 06.04.2019 09:00–17:00 Uhr
Fr 17.05.2019 14:00–18:00 Uhr
Sa 18.05.2019 09:00–17:00 Uhr
Fr 05.07.2019 14:00–18:00 Uhr
Sa 06.07.2019 09:00–17:00 Uhr
Fr 30.08.2019 14:00–18:00 Uhr
Sa 31.08.2019 09:00–17:00 Uhr
Fr 11.10.2019 14:00–18:00 Uhr
Sa 12.10.2019 09:00–17:00 Uhr
Fr 22.11.2019 14:00–18:00 Uhr
Sa 23.11.2019 09:00–17:00 Uhr
Fr 10.01.2020 14:00–18:00 Uhr
Sa 11.01.2020 09:00–17:00 Uhr