Bildungswerk Aachen

Interprofessionelles und sektorenübergreifendes Seminar zur gemeinsamen Begleitung und Versorgung von Patienten am Lebensende - Ein von der Robert Bosch Stiftung gefördertes Projekt

Die Hürden zwischen den Berufsgruppen verhindern im Berufsalltag immer wieder eine gelungene kooperative Zusammenarbeit. Zusätzlich ergeben sich hohe Reibungsverluste durch sektorenübergreifende Zusammenarbeit. In 5 Modulen (jeweils einmal im Monat) bestehend aus jeweils 4 Unterrichtseinheiten (an Mittwochnachmittagen) findet die Weiterbildung zum Thema Umgang mit schwerer Krankheit gemeinsam mit Pflegekräften, Medizinern/innen und medizinischen Fachangestellten statt. Hintergrund dieser gemeinsamen Weiterbildung ist die Verbesserung der interprofessionellen Kommunikation und Kooperation, die u. a. die Versorgungsqualität der Patienten und deren Angehörigen steigert und die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter/innen erhöht.

Diese neue Form des interprofessionellen Lernens ist im ersten Durchgang 2015 von der Robert Bosch Stiftung gefördert worden. Als Projektträger wurde sie u. a. von der Ärztekammer Nordrhein im Einzugsbereich Nettetal (NRW) im Rhein-Maas Klinikum Würselen 2018 und mit einem weiterentwickelten Profil in Kooperation mit dem Uniklinikum RWTH Aachen in der Ausbildung von Medizinstudierenden und Pflegeauszubildenden mit interkulturellem Schwerpunkt durchgeführt. Nach erfolgreicher Evaluation kann die berufsgruppenübergreifende Fortbildung auch in weiteren Regionen angeboten werden.

Ziele:
In der gemeinsamen Versorgung von schwerkranken Menschen und ihren Zugehörigen braucht es Schlüsselkompetenzen im interprofessionellen Team durch verbesserte Kommunikation und durch die Erweiterung von sozialen, fachlichen, emotionalen sowie kognitiven Fähigkeiten. Fachlichkeit und Leitbildwerte authentisch leben, eine engagierte Beteiligung, Wissen über die Arbeit der anderen sowie eine offene und respektvolle Atmosphäre der Kommunikation helfen, in vernetzter Zusammenarbeit Vertrauen und Akzeptanz zu entwickeln. Grundlagen dafür sind eine gemeinsame Bereitschaft und eine Konfliktkultur, herausfordernde Aufgaben mit den Kompetenzen, Erfahrungen und Talenten aller zu bewältigen.

Inhalte:

  • Haltung und Empathie
  • Phasen der Krankheitsverarbeitung
  • Kommunikation in herausfordernden Situationen
  • Resilienz und Selbstfürsorge
  • Phasen der Trauer
  • Abschiedsrituale
  • Einsicht in die Sicht-, Denk- und Handlungsweisen der jeweils anderen Berufsgruppe
  • Erkennen und gemeinsame Bewältigung von Problemen auf der Sach- und Beziehungsebene
  • Sektorenübergreifende Zusammenarbeit und Überleitung


Zielgruppe:
Für die Berufsgruppen der Mediziner/innen, Pflegekräfte, Medizinische Fachangestellte, Sozialarbeiter/innen, der multiprofessionellen Teams aus Krankenhäusern, Einrichtungen der Altenhilfe, ambulanten Pflegediensten sowie Haus- und Facharztpraxen

In Kooperation mit: Ärztekammer Nordrhein

Referenten: