Bildungswerk Aachen

Bildungsscheck

Mit dem Bildungsscheck, finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), fördert das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium die Beteiligung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Betrieben an beruflicher Weiterbildung. Im Fokus stehen dabei vor allem Geringqualifizierte und weiterbildungsferne Beschäftigte.

Im Rahmen der neuen ESF-Förderphase ist das Förderangebot des Bildungsschecks umgestaltet worden und richtet sich ab 2016 im individuellen Zugang ausschließlich an Zugewanderte, Un- und Angelernte, Beschäftigte ohne Berufsabschluss, atypisch Beschäftigte und Berufsrückkehrende. Im betrieblichen Zugang wird ebenfalls eine Einkommensobergrenze eingeführt.

Zuwanderer und Zuwanderinnen können mithilfe des Bildungsschecks vorhandene Qualifizierungslücken schließen und ihre im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen anerkennen lassen. Un- und Angelernte können mit Unterstützung durch den Bildungsscheck einen Berufsabschluss nachholen. Davon profitieren die Beschäftigten selbst und selbstverständlich auch die Unternehmen.

Mit dem Bildungsscheck wird die Eigenverantwortlichkeit der Betriebe und der Beschäftigten für berufliche Weiterbildung unterstrichen. Beschäftigte und Unternehmen erhalten einen Zuschuss von 50 % zu den Weiterbildungskosten. Pro Bildungsscheck können maximal bis zu 500,- Euro gefördert werden.

Wer wird gefördert?

Der Bildungsscheck richtet sich an Beschäftigte, Berufsrückkehrende und Betriebe.

Im individuellen Zugang können Beschäftigte aus Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von max. 30.000,- Euro (max. 60.000,- Euro bei gemeinsamer Veranlagung) im Zeitraum von zwei Kalenderjahren einen Bildungsscheck erhalten, wenn sie zu einer der folgenden Gruppen gehören:

  • Zugewanderte bzw. Menschen mit Migrationshintergrund (selbst oder ein Elternteil aus dem Ausland zugewandert)
  • Berufsrückkehrende
  • Beschäftigte ohne Berufsabschluss
  • Un- oder Angelernte oder länger als vier Jahre nicht im Ausbildungsberuf tätig
  • Ältere ab 50 Jahren
  • atypisch Beschäftigte
    • befristet Beschäftigte
    • Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer
    • geringfügig Beschäftigte
    • Teilzeitbeschäftigte bis 20 Stunden/Woche

Im betrieblichen Zugang können kleinere und mittlere Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten im Zeitraum von zwei Kalenderjahren bis zu zehn Bildungsschecks für Beschäftigte in Anspruch nehmen, deren jährliches Arbeitnehmerbrutto 39.000,- Euro nicht übersteigt.
Ausgeschlossen vom Bildungsscheckverfahren sind Selbständige und Beschäftigte im öffentlichen Dienst.

Procedere

In beiden Fällen kontaktieren Sie eine der vor Ort ansässigen Bildungsberatungsstellen und beantragen dort den Bildungsscheck für die von Ihnen ausgesuchte Fortbildung. Nach Genehmigung des Bildungsschecks melden Sie sich schriftlich für die gewünschte Fortbildung bei uns an und schicken uns den Original-Bildungsscheck zu. Sie oder Ihr Arbeitgeber – je nachdem, ob ein individueller oder betrieblicher Bildungsscheck vorliegt – überweisen uns dann Ihren Anteil an der Teilnahmegebühr und wir und lösen ihn anschließend bei der zuständigen Stelle ein.

Unsere Seminare sind für das Bildungsscheck-Verfahren anerkannt.

Wir informieren Sie gerne jederzeit ausführlich über das unkomplizierte Verfahren. Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-Mail. Weitere Details unter www.bildungsscheck.nrw.de

Bildungsprämie / Prämiengutschein

Einen Prämiengutschein können Sie einmal jährlich erhalten, wenn Sie

  • durchschnittlich mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind - das gilt auch für Selbständige. Beschäftigte im Mutterschutz, in Elternzeit oder Pflegezeit können ebenfalls einen Prämiengutschein erhalten.
  • über ein zu versteuerndes Jahreseinkommen (nach Einkommensteuergesetz) von maximal 20.000 Euro (als gemeinsam Veranlagte 40.000 Euro) verfügen. Bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens werden Kinderfreibeträge und Kinderbetreuungskosten berücksichtigt. Informationen hierzu finden Sie in Ihrem Einkommensteuerbescheid.
  • Sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder befugt sind, in Deutschland zu arbeiten.

Die Zuwendung beträgt 50 % der Kursgebühr bis zu einem maximalen Betrag von 500 € pro Prämiengutschein.

Bitte kontaktieren Sie eine der vor Ort ansässigen Bildungsberatungsstellen. Im Rahmen einer Prämienberatung werden die persönlichen Voraussetzungen, das Weiterbildungsziel und die Anforderungen an die Weiterbildung geklärt. Wenn sie erfüllt sind, erhalten Sie einen Gutschein.

Die Beratungsstelle nennt auf diesem Prämiengutschein das Weiterbildungsziel und geeignete Weiterbildungsanbieter (z. B. das Bildungswerk Aachen). Sie erklärt die Finanzierungsmöglichkeiten. Nach Erhalt des Prämiengutscheines melden Sie sich bei uns schriftlich für die entsprechende Fortbildung an und schicken uns den Original-Prämiengutschein zu. Nach Erhalt der Rechnung überweisen Sie uns dann Ihren Anteil an der Teilnahmegebühr und wir lösen den Prämiengutschein nach Abschluss der Fortbildung bei der zuständigen Stelle ein.

Unsere Seminare sind für das Prämiengutschein-Verfahren anerkannt. Wir informieren Sie gerne jederzeit ausführlich über das unkomplizierte Verfahren. Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-Mail.

Weitere Details unter www.bildungspraemie.info